Den Universitäten als Zentren für Innovation und als Bildungsstätten für künftige Entscheidungsträger_innen kommt bei der Umsetzung der UN Sustainable Development Goals (SDGs) eine bedeutende Rolle zu.

Mit dieser Motivation hat die Allianz Nachhaltige Universitäten in Österreich ein gemeinsames Projekt unter dem Titel UniNEtZ – Universitäten und Nachhaltige Entwicklungsziele entwickelt. Dabei übernehmen die Partnerinstitutionen sogenannte Patenschaften und Mitwirkungen für die SDGs. Eine Patenschaft bedeutet, dass die Institution alles Wissen sowie Aktivitäten österreichweit zum jeweiligen SDG koordiniert und zusammenträgt. Eine Mitwirkung beschreibt die inhaltliche Mitarbeit an einem bestimmten SDG. Durch diese intensiven Kooperationen und fachliche Auseinandersetzung mit den SDGs werden alle Beiträge gesammelt, kritisch beleuchtet und aufeinander abgestimmt, um im Zeitraum 2019-2021 an der Entwicklung eines Optionenpapiers zu arbeiten. Dieses soll die Bundesregierung in der Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele unterstützen. Das zu erarbeitenden Optionenpapier stellt keine Handlungsempfehlungen dar, sondern soll Optionen (zukunftsorientierte Lösungswege mit ihren jeweiligen Konsequenzen) identifizieren und bewerten. Die Universitäten stellen ihr Know‐How mittels Optionenpapier zur Verfügung. Jeder konkrete Beitrag der Universitäten zur Umsetzung der SDGs durch Österreich ist erwünscht. „Durch Österreich“ meint, was Österreich tun kann, um seine Verpflichtungen, die es durch Unterzeichnung der SGDs eingegangen ist, einzuhalten.

Darüber hinaus steht die Vernetzung zwischen den Universitäten und die Verankerung der SDGs in Forschung und Lehre im Mittelpunkt des Projekts. Als Schlüsselvoraussetzungen für erfolgreiche Beiträge zur Umsetzung der SDGs gelten: umfassende systemische Ansätze, ein kontinuierlicher Science-Society-Policy Dialog sowie eine kollaborative internationale und nationale, universitätsübergreifende Zusammenarbeit.

Das Projekt UniNEtZ verfolgt folgende Ziele:

1 Erarbeitung eines den SDGs systemisch betrachtenden, abgestimmten Kataloges von Optionen, wie Österreich die SDGs umsetzen kann

2 Befassung der Unis mit SDGs in Forschung, Lehre, Weiterbildung, Responsible Science und im Hochschulmanagement

3 Schaffung von Mehrwert durch Kooperationen und Neukombination von Wissen.

4 Interdisziplinäre Vernetzung innerhalb der Unis und über die Unis hinweg

5 Interaktion mit Stakeholdern aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft

6 Versuch der Interaktion mit „den anderen 50%“ (Systemverlierern)

7 Aufbau von Kompetenz für die von den SDGs angeschnittenen Fragen unter den Lehrenden/Forschenden und den Studierenden

8 Einrichtung einer Koordinationstelle für die AGs und einer expliziten Anlaufstelle für Stakeholder an Unis

Die Besonderheit von UniNEtZ liegt darin, dass sich Wissenschaftler_innen aus diversen Fachbereichen zusammenschließen, um einen Beitrag zur Umsetzung der SDGs zu leisten. Genauso wie die SDGs in vielfacher Weise miteinander verbunden sind und nur auf inter- und transdisziplinäre Weise umgesetzt werden können, repräsentiert UniNEtZ ein breites Spektrum an Expertise aus Sozialwissenschaften, Naturwissenschaften, Technik, Kunst und Musik.

UniNEtZ Struktur

UniNEtZ - Rat

Der UniNEtZ-Rat ist das oberste Entscheidungsgremium. Im UniNEtZ-Rat wird jede am Projekt beteiligte Partnerinstitution von einer von ihrer Leitung delegierten Person vertreten. Jede delegierte Person besitzt eine Stimme, unabhängig von den Patenschaften bzw. Mitwirkungen der angehörigen Institutionen.

UniNEtZ - SDG Gremium

Das SDG-Gremium besteht aus den Leiter_innen der Patenschaften und den Leiter_innen der Mitwirkungen. Es arbeitet primär inhaltlich und methodisch mit dem Zweck der Koordination zwischen den SDGs. Auf Ebene des SDG-Gremiums wird der Optionenbericht erarbeitet.

UniNEtZ - Lenkungsausschuss

Der dreiköpfige Lenkungsausschuss (LA) leitet das UniNEtZ-Projekt und agiert auf strategischer sowie operativer Ebene.

UniNEtZ - SDG Gruppen

Die SDG Gruppen arbeiten inhaltlich zum jeweiligen SDG und entwickeln Optionen, die zum Erreichen der SDGs beitragen sollen. Dabei berücksichtigen die SDG Gruppen die vielfältigen Interaktionen mit anderen SDGs.

UniNEtZ - Scientific Advisory Board

DAS SAB setzt sich aus Vertreter/innen auss Wissenschaft, Politik und Gesellschaft zusammen und begleitet das Projekt sowohl wissenschaftlich als auch strategisch-politisch

Studierende

Studierende werden an allen am Projekt UniNEtZ teilnehmenden Universitäten eingebunden. Die Einbindung erfolgt über den Verein forum n, der sich im Sinne der Nachhaltigkeit für eine zukunftsfähige Hochschullandschaft in Österreich engagiert.

UniNEtZ - Koordination

die UniNEtZ-Koordination managt den operationellen Ablauf des Projekts. Sie ist zentrale Anlaufstelle für alle UniNEtZ-Gremien und deren Mitglieder.

UniNEtZ - Arbeitsgruppen

Arbeitsgruppen werden auf Vorschlag des LA und durch Beschluss des UniNEtZ-Rates oder des SDG-Gremiums nach Bedarf entweder dauerhaft oder zur Lösung spezieller, zeitlich befristeter Aufgaben eingesetzt.

Institutions Koordinatoren

Koordinator_innen der einzelnen Partnerinstitutionen werden optional von der jeweiligen Institution berufen. Sie koordinieren alle Tätigkeiten, die an ihrer Institution bezüglich dem UniNEtZ stattfinden.

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