/SDG 7: Bezahlbare und saubere Energie

Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher, nachhaltiger und moderner Energie für alle sichern

Icon SDG7

Leitung:

Horst Steinmüller
Johannes-Kepler-Universität Linz
Tel: +43 732 2468 5656
steinmueller@energieinstitut-linz.at

Thomas Kienberger
Montanuniversität Leoben
Tel: +43 3842 402 5400
thomas.kienberger@unileoben.ac.at

Kontakt:

Elisabeth Lachner
Montanuniversität Leoben
Tel: +43 3842 402 5415
elisabeth.lachner@unileoben.ac.at

Die Agenda 2030

Die Agenda 2030 hat als Ziel die Erreichung von menschenwürdigem Leben unter Erhaltung der Lebensgrundlagen. Vor dem Hintergrund, dass die aktuellen Nutzungsstrategien der Umwelt erheblich schaden, sind hier drastische Änderungen notwendig. Die Dekarbonisierung ist hier ein großer Schritt. Vor allem der Energiesektor hat einen großen Impact, da er weltweit zu fast zwei Dritteln der anthropogen CO2-Emissionen beiträgt. Die Umstellung auf nachhaltige Wege zur Energieversorgung ist damit ein wichtiger Hebel und die Potentiale, die in den letzten Jahren technisch eröffnet wurden, müssen genutzt werden. Neben der nachhaltigen Erzeugung von Energie beeinflusst unser Umgang mit Energie die zukünftige Energieversorgung: Effizienzfragen ziehen sich durch die gesamte Versorgungskette, von der Erzeugung über den Transport und die Speicherung bis zur Effizienz beim Einsatz der Nutzenergie. Die drei Felder, in denen der größte Handlungsbedarf besteht, sind daher die nachhaltige Erzeugung von Energie, die Effizienz und die Infrastruktur, die die SDG-konforme Energie bis zu den Nutzenergieanwendungen transportiert.

Die Targets des SDG 7:*

7.1 Bis 2030 den allgemeinen Zugang zu bezahlbaren, verlässlichen und modernen Energiedienstleistungen sichern

7.2 Bis 2030 den Anteil erneuerbarer Energie am globalen Energiemix deutlich erhöhen

7.3 Bis 2030 die weltweite Steigerungsrate der Energieeffizienz verdoppeln

7.a Bis 2030 die internationale Zusammenarbeit verstärken, um den Zugang zur Forschung und Technologie im Bereich saubere Energie, namentlich erneuerbare Energie, Energieeffizienz sowie fortschrittliche und saubere Technologien für fossile Brennstoffe, zu erleichtern, und Investitionen in die Energieinfrastruktur und saubere Energietechnologien fördern

7.b Bis 2030 die Infrastruktur ausbauen und die Technologie modernisieren, um in den Entwicklungsländern und insbesondere in den am wenigsten entwickelten Ländern, den kleinen Inselentwicklungsländern und den Binnenentwicklungsländern im Einklang mit ihren jeweiligen Unterstützungsprogrammen moderne und nachhaltige Energiedienstleistungen für alle bereitzustellen

*Alle Targets werden vom UniNEtZ wissenschaftlich durchleuchtet und es werden hierzu Optionen zur Erfüllung dieser Targets bis 2030 erarbeitet.

Zur Situation in Österreich

In Österreich liegt der Anteil an erneuerbarer Energie in der Stromversorgung aktuell bei 76%, im Gesamtenergiesystem bei ca. 33%. Ein Großteil des Energiebedarfs wird immer noch über fossile Energieträger gedeckt[1]. Diese gilt es sowohl in Industrie, Haushalt und Verkehr und durch Alternativversorgung wie Elektrifizierung oder erneuerbare Brennstoffe zu ersetzen sowie den Gesamtenergiebedarf durch Effizienzsteigerungen zu reduzieren. Im Zuge der Elektrifizierung, muss der Anteil der erneuerbaren Energie im Stromsektor ausgebaut werden. Neben erneuerbaren Strom darf der Ausbau erneuerbarer Energie zur Erzeugung von festen, flüssigen und gasförmigen Brennstoffen nicht außer Acht gelassen werden.

Es ergibt sich neben dem Ausbau der RES auch noch die Notwendigkeit von Effizienzmaßnahmen. Effiziente Endanwendungstechnologien reduzieren den Netzenergiebedarf. Darüber hinaus kann durch eine Verringerung des Primärenergiebedarfs näher zum Niveau des Nutzenergiebedarfs durch Steigerung der Effizienz unter Erreichung des bestmöglichen Wirkungsgrades erzielt werden.

Als Bestandteil einer zukunftsfähigen Energieversorgung ist es auch während des Ausbaus der Erneuerbaren notwendig, die Planung der Infrastruktur am aktuellen Stand zu halten und den hohen Standard beizubehalten.

[1] Statistik Austria /Umweltbundesamt ZahlenDatenFakten

Optionenliste

(basierend auf dem zu veröffentlichenden Optionenbericht)

Die durch die SDG-Gruppen ausgearbeiteten Optionen sollen als Vermittlung an die Bundesregierung fungieren, welche konkreten Optionen von Österreich gesetzt werden können, um die Agenda 2030 mit ihren 17 Sustainable Development Goals umzusetzen. Der Optionenbericht wird am 02.12.2021 veröffentlicht.

  • Option 7.1: Ausbau der Erneuerbaren Energieerzeugung
  • Option 7.2: Erhöhung der Energieeffizienz mit dem Fokus auf die Industrie
  • Option 7.3: Infrastruktur zum zeitlichen und räumlichen Ausgleich von Energieerzeugung und -verbrauch

UniNEtZ-Netzwerk

Leitung

  • Johannes-Kepler-Universität Linz, Energieinstitut (JKU-EI): Horst Steinmüller, Simon Moser
  • Montanuniversität Leoben (MUL): Thomas Kienberger

Koordination

  • Johannes-Kepler-Universität Linz, Energieinstitut (JKU-EI): Manuela Prieler
  • Montanuniversität Leoben (MUL): Elisabeth Lachner

Mitwirkung

  • Alpen-Adria-Universität Klagenfurt (AAU): Wilfried Elmenreich, Nina Hampl, Robert Sposato
  • Johannes-Kepler-Universität Linz (JKU): Daniela Schrack, Rainer Weiss
  • Johannes-Kepler-Universität Linz, Energieinstitut (JKU-EI): Robert Tichler
  • Karl-Franzens-Universität Graz (KFU): Josef Schöggl
  • Montanuniversität Leoben (MUL): Patrick Trummer
  • Technische Universität Graz (TU Graz): Udo Bachhiesl, Marco Scherz, Alexander Passer, Michael Narodoslawsky
  • Universität für Bodenkultur Wien (BOKU): Martin Gerzabek, Mathias Kirchner, Bernhard Scharf, Gernot Stöglehner

forum n / Studierende

  • Technische Universität Graz (TU Graz): Tobias Monthaler

Weitere Beteiligte

  • Geologische Bundesanstalt (GBA): Gregor Götzl

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